Tier-Physio-Therapie
Anja Schwarz

für Hunde, Katzen und Kleintiere

Tier-Physio-Therapie

Therapiearten


Individuell abgestimmt auf die Erkrankung bzw. die Beschwerden Ihres Tieres wende ich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an, z.B. :
  • Klassische Massage
  • Bewegungstherapie
  • Dehnungen
  • Wirbelsäulentherapie nach Dorn
  • Gelenkmobilisation
  • Akupunktur am Bewegungsapparat
  • Lymphdrainage
  • Thermotherapie

Klassische Massage


Bei der klassischen Massage in der Tierphysiotherapie werden verschiedene Grifftechniken angewandt, um Muskeln, Haut und Bindegewebe des Patienten zu bearbeiten.

Die Grifftechniken werden in unterschiedlicher Stärke und Schnelligkeit durchgeführt, je nachdem welche Wirkung man erzielen möchte. Langsame und leichte Griffe haben beispielsweise eine eher dämpfende, beruhigende Wirkung und werden z.B. bei Behandlungsbeginn eingesetzt.

Die Massage wirkt sich aber nicht nur auf die Stelle aus, die gerade massiert wird, sondern auch auf den gesamten Organismus.

Die Ziele der Massage sind u.a.

  • Lösen von Verspannungen, Verklebungen und Narben
  • Linderung von Schmerzen
  • Förderung der Durchblutung
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Psychische Entspannung

Bewegungstherapie

Passive Bewegungsübungen:

Hierbei werden kontrollierte Bewegungen vom Tierphysiotherapeuten durchgeführt, z.B. wird ein Bein im normalen (physiologischen) oder bei eingeschränkter Funktion im möglichen Bereich durchbewegt.

Dies ist vor allem bei gelähmten Patienten sinnvoll, um die Muskel- und Gelenkbeweglichkeit zu erhalten.

Auch bei Tieren, die eine Disharmonie im Bewegungsablauf haben (z.B. aufgrund einer langen Lahmheit), kann so ein neues Bewegungmuster eingeübt werden. Das Tier bleibt bei den Übungen passiv.

Aktive Bewegungsübungen:

Hier arbeitet das Tier aktiv mit: Es wird z.B. ein Parcour mit niedrigen Hürden, einem Slalom, Labyrinth usw. aufgebaut und das Tier kontrolliert, anfangs im Schritt und später im Trab, hinübergeführt.

Weitere Möglichkeiten sind z.B. auf unterschiedlichen Untergründen laufen (tiefer Boden / Sand, Kies, hartem Boden usw.), Schwimmen, durch einen Bach waten, Balancieren, Berg auf/ab/seitlich gehen, Rückwärtsgehen

Ziele der aktiven Übungen sind vor allem

  • gezielter Muskelaufbau
  • Erhöhung der Muskelkraft
  • Gleichgewichts- und Koordinationsschulung
  • Steigerung des Selbstvertrauens
Isometrisches und Propriozeptives Training:

Bei speziellen isometrischen Übungen werden Muskeln vom Tier angespannt, ohne daß es sich bewegt. Dies beugt der Muskelrückbildung vor bzw. dient dem Muskelaufbau, wenn das Tier aufgrund einer Erkrankung noch nicht aktiv bewegt werden darf.

Die Propriozeptoren dienen der Feinmotorik und der koordinativen Kontrolle des Körpers, d.h. mit ihrer Hilfe wird der Körper ständig im Gleichgewicht gehalten, z.B. auf unebenem Boden. Gerade nach Operationen oder längerfristiger Schonung funktionieren diese Sinneszellen nur noch eingeschränkt und werden mit speziellen Übungen wieder trainiert.


Dehnungen

Hierbei werden die Muskeln vom Therapeuten gedehnt. Das Tier bleibt dabei passiv.
Dies fördert z.B.

  • die Muskellockerung
  • Kontraktionskraft des Muskels
  • den Bewegungsradius bzw. den Raumgriff
  • die Widerstandsfähigkeit gegen Verletzungen
  • die Elastizität

Wirbelsäulentherapie nach Dorn

Bei der Dorn-Therapie werden Blockaden der Wirbelsäule und der Gelenke mit Hilfe sanfter Grifftechniken gelöst. Die ursprünglich richtige Statik des Skelettes kann wieder hergestellt und die Bewegungs-einschränkung aufgehoben werden. Es werden keine ruckartigen Bewegungen eingesetzt.


Akupunktur am Bewegungsapparat

Die Akupunktur ist ein Behandlungsschwerpunkt der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Hierbei werden feine Spezialnadeln an bestimmten Punkten in die Haut gestochen, um Störungen oder Stauungen in den Energiebahnen (Meridianen) des Körpers auszugleichen.

Für die Tierphysiotherapie ist Akupunktur am Bewegungsapparat eine wirkungsvolle Ergänzung, da die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und Schmerzen ausgeleitet werden können.

 

Lymphdrainage

Durch verschiedene Ursachen kann es zu einer krankhaften Ansammlung von Gewebsflüssigkeit (Ödemen) kommen. Mit Hilfe der Lymphdrainage (sanfte Grifftechniken) wird der Lymphfluss wieder angeregt und die Ansammlung aufgelöst.


Thermotherapie

Wärmeanwendungen:

Man unterscheidet hier trockene Wärme (Wärmflasche, Infrarot-Licht, Körnerkissen) und feuchte Wärme (heiße Rolle, Heublumensack). Mit Hilfe der Wärme wird die Durchblutung gefördert, außerdem führt die entspannende Erwärmung oft zu einer Schmerzlinderung.

Kälteanwendungen:

Mit verschiedenen Packungen, z.B. Cool-Packs oder Eisroller wird die betroffene Stelle gekühlt. Dies führt oft zu einer Schmerzlinderung, da die Nerven durch die Kälte „betäubt“ werden. Außerdem wird die Durchblutung erhöht und Entzündungen und Hämatome werden gemildert.

 



Massage1
Klassische Massage



Massage2
Klassische Massage



Therapieart4
passive Bewegung


Therapieart7
aktive Bewegung


Therapieart10
propriozeptives Training



Therapieart12
Dehnung




Wirbelsäulentherapie nach Dorn


Therapieart13
Akupunkturnadel an der Pfote




Wärmeanwendung Hüftbereich




Kälteanwendung Handgelenk